Reinhard Loske Portrait

Lebenslauf von

Prof. Dr. Reinhard Loske

geb. am 15.02.1959 in Lippstadt

Akademische Ausbildung, Abschlüsse und Tätigkeiten

Seit April 2013

Professor für Nachhaltigkeit und Transformationsdynamik an der Universität Witten/Herdecke

2000-2013

Privatdozent für Politikwissenschaft am Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin (Nebenberuflich)

1999

Habilitation mit einer Arbeit zum Thema "Nachhaltigkeit als Politik" und einem Vortrag zum Thema "Globalisierung der Ökonomie – Ohnmacht der nationalen Politik?" am Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin, Betreuer: Prof. Dr. Elmar Altvater, Prof. Dr. Martin Jänicke, Prof. Dr. Wolf-Dieter Narr und (extern) Prof. Dr. Udo Ernst Simonis, Lehrbefähigung und -befugnis für Politikwissenschaften.

1996

Promotion zum Thema "Klimapolitik im Spannungsfeld von Kurzzeitinteressen und Langzeiterfordernissen" am Fachbereich Wirtschafts- und Sozialwissenschaften der Universität Kassel, Dr. rer. pol., Betreuer: Prof. Dr. Hans Nutzinger und Prof. Dr. Ulrich Hampicke (Benotung: Sehr gut)

1986

Dipl. Volkswirt an der Universität Paderborn, Diplomarbeit zum Thema "Umweltprobleme in der DDR und ihre Ursachen", Betreuer: Prof. Dr. Peter Dobias (Benotung: Sehr gut)

Seit 1980

Studium der Wirtschafts- und Politikwissenschaften an den Universitäten Paderborn, Nottingham und Bonn

Beruflicher Werdegang

Seit 04/2013

Professor an der Universität Witten/Herdecke

Seit 04/2012

Freiberufliche Beratungstätigkeit, u.a. für die GIZ (Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit) in Südafrika und Libyen, und die GLS-Bank, Bochum

1998-2011

Mitglied des Deutschen Bundestages (1998-2007) und Senator der Freien Hansestadt Bremen (2007-2011), siehe "Politischer Werdegang"

1992-1998

Projektleiter für "Klimapolitik" und Leiter der interdisziplinären Forschungsgruppe "Zukunftsfähiges Deutschland" am Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie GmbH, Wissenschaftszentrum Nordrhein-Westfalen.

Akquisition, Bearbeitung und Leitung von Forschungsprojekten für die Vereinten Nationen, die Europäische Union, die Bundesregierung, die Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit sowie diverse Stiftungen und Nichtregierungsorganisationen. Mitarbeit in verschiedenen europäischen und transatlantischen Forschungsnetzwerken.

Längere Forschungs- und Arbeitsaufenthalte in den USA, Brasilien, China und im südlichen Afrika, 1998 Gastwissenschaftler am Human Sciences Research Council in Pretoria, Südafrika, Forschungsprojekt: Sustainability Strategies for South Africa: Energy, Water and Wildlife Management.

1990-1991

Wissenschaftler am Institut für ökologische Wirtschaftsforschung IÖW in Berlin, Leiter des Forschungsfeldes "Klimapolitik"

1987-90

Referent im Deutschen Bundestag, Fraktion Die Grünen, Bonn, Enquete-Kommission "Vorsorge zum Schutz der Erdatmosphäre"

1986-1987

Nach Studienabschluss wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Wirtschaft und Gesellschaft Osteuropas, Universität Paderborn, Prof. Dr. Peter Dobias

bis 1979

Vor dem Studium Ausbildung zum Bankkaufmann und kurze Angestelltentätigkeit bei der Sparkasse Lippstadt

Politischer Werdegang

Parlamentsfunktionen und Regierungsämter

2007-2011

Senator für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa der Freien Hansestadt Bremen; Beendigung der Senatsmitgliedschaft aus eigener Entscheidung nach Ablauf der Legislaturperiode zum 30. Juni 2011

Mitglied der Umweltministerkonferenz, der Verkehrsministerkonferenz, der Bauministerkonferenz und der Europaministerkonferenz der Länder

Stv. Mitglied des Bundesrates, u.a. Vorsitzender des Verkehrsausschusses und der Europakammer

1998-2007

Mitglied des Deutschen Bundestages (Wahlkreis Leverkusen/Köln-Mühlheim), diverse Funktionen in der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, u.a. als umweltpolitischer Sprecher, bildungspolitischer Sprecher, Leiter der Arbeitsgruppe Biopolitik und stellvertretender Fraktionsvorsitzender

Mitglied und Obmann im Ausschuss für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, Mitglied im Ausschuss für Bildung und Forschung sowie stv. Mitglied im Finanzausschuss und im Verkehrsausschuss.

Vorsitzender der deutsch-niederländischen Parlamentariergruppe

Im Auftrag des Bundestages Mitglied der deutschen Delegation bei diversen Vertragsstaatenkonferenzen zur Klimarahmenkonvention, zur Biodiversitätskonvention und zur Weltkonferenz für nachhaltige Entwicklung in Johannesburg 2002.

1984-1989

Mitglied im Rat der Stadt Geseke, Fraktionsvorsitzender der Grünen und Mitglied im Hauptausschuss

Gesellschaftspolitisches Engagement

Seit Mitte der 90er Jahre Engagement in der internationalen Klimaschutz- und Nord-Süd-Bewegung, insbesondere im Deutschen Forum für Umwelt und Entwicklung, bei Germanwatch, in der Stiftung Zukunftsfähigkeit und im Climate Network Europe.

In den späten achtziger Jahren (1989 bis 1990) Mitglied im Landesvorstand der nordrhein-westfälischen Grünen; von 2000 bis 2010 Mitglied im Parteirat von Bündnis 90/Die Grünen.

In den 70er und 80er Jahren Engagement in der Ökologiebewegung und im praktischen Naturschutz. Mitbegründer (1977) und langjähriges Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft Biologischer Umweltschutz (ABU) im Kreis Soest e.V. (bis 1983).

Ehrenämter

Seit 1998 bis heute

Mitglied im Kuratorium der Stiftung Zukunftsfähigkeit, Bonn

Seit 1999 bis heute

Vorsitzender der Studiengruppe für "Globale Zukunftsfragen" der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik, Berlin

Seit 2010 bis heute

Mitglied im Kuratorium der Deutschen Klimastiftung Bremerhaven

2002-2007

Mitglied im Kuratorium der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, Osnabrück

Auszeichnungen

2005

"Herbert-Gruhl-Preis" der Herbert-Gruhl-Gesellschaft, Auszeichnung für wissenschaftliche Arbeiten und politisches Engagement im Dienste der Nachhaltigkeit,
http://www.herbert-gruhl.de/html/h_-gruhl-preis.html

2008

"Adam-Smith-Preis für marktwirtschaftliche Umweltpolitik" des Forums für ökologisch-soziale Marktwirtschaft,
http://www.foes.de/ueber-uns/adam-smith-preis/

Wichtigste Veröffentlichungen

Wie weiter mit der Wachstumsfrage? Basilisken-Presse, Rangsdorf b. Berlin 2012: 88 S.

Abschied vom Wachstumszwang. Konturen einer Politik der Mäßigung. Basilisken-Presse, Rangsdorf b. Berlin 2010: 64 S. (2. Auflage 2011)

Die Zukunft der Infrastrukturen. Intelligente Netzwerke für eine nachhaltige Entwicklung. Mit einem Vorwort von Klaus Töpfer. Metropolis-Verlag, Marburg 2005: 476 S. (Hrsg. mit Roland Schaeffer)

Zukunftsfähiges Deutschland. Ein Beitrag zu einer global nachhaltigen Entwicklung. Studie des Wuppertal Instituts im Auftrag von BUND und Misereor, Birkhäuser Verlag, Basel, Berlin, Boston 1996: 453 S. (mit Raimund Bleischwitz, Wolfgang Sachs, Manfred Linz u.a.) (5. Auflage 1997)

Klimapolitik: Im Spannungsfeld von Kurzzeitinteressen und Langzeiterfordernissen, Metropolis-Verlag, Marburg 1996: 342 S. (2. Auflage 1997)

Greening the North. A Post-Industrial Blueprint for Ecology and Equity, Zed Books, London 1998: 247 pp. (mit Wolfgang Sachs und Manfred Linz)

Fairness in a Fragile World. Heinrich-Böll-Foundation, Memorandum zur Weltkonferenz über nachhaltige Entwicklung in Johannesburg, Berlin 2002: 79 pp. (mit Hilary French, Paul Hawken, Hazel Henderson, Ashok Khosla, Wolfgang Sachs, Viviene Taylor u.a.).

Climate Linkages to the Sustainability Agenda. in: Gupta, J. and Grubb, M. (eds.): Climate Change and European Leadership. A Sustainable Role for Europe?, Kluwer Academic Publishers, Dordrecht 2000: 157-172 (mit Wolfgang Jung).

Protecting the Earth. A New Start in German Climate Policy. Friedrich-Ebert-Foundation, Bonn 1997: 48 pp. (mit Edda Müller und Hermann E. Ott).

Joint Implementation under the Climate Change Convention. Opportunities and Pitfalls, in: International Environmental Affairs, Vol. 6 (1994/95), No. 1: 45-58. (mit Sebastian Oberthür)

Implementing the European CO2 Committment: A Joint Policy Proposal. Royal Institute of International Affairs, London 1994: 48 pp. (mit Helge Ole Bergesen, Michael Grubb, Jean-Charles Hourcade, Jill Jäger, Alessandro Lanza, Liv Astrid Sverdrup, Angelica Tudini)

Options for the further Development of Commitments within the Framework Convention on Climate Change, Wuppertal Paper 22 (1994): 50 pp. (mit Jill Jäger)